Das Leben außerhalb von www…

Ja, das gibt es tatsächlich und manchmal ist es so aufregend, anstrengend, zeitfressend, was auch immer, dass auch Blogtagebücher sozusagen erst einmal in einer Kiste verschwinden. „Eine Kiste“ ist auch der erste Hinweis davon, was in der Zwischenzeit passiert ist. Die nächsten Hinweise kommen als Bilderrätsel:

 

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Dies hier ist doch eindeutig nicht das Neckartal…

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…und ooooh, Wiese mit so viel Ausblick!

Ja, wir sind umgezogen! Was für die erwachsenen Zweibeiner viele Gedanken, Planungen und neue Konzepte, für die jüngeren Zweibeiner Tränen und Freude bedeutete,  war für die Tiere nur WOW. So viel Platz!

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Da liegt sie also, dort wo man die kleinen weißen Flecken erkennen kann, „Eddies Ferienranch“, das neue Zuhause unserer Tiere und unser Ferien- und Wochenend-Domizil. Genauer gesagt liegt das Ganze im Nordpfälzer Bergland in der Nähe von Lauterecken und ist glücklicherweise sogar mit dem Zug aus dem Rhein-Neckar-Raum zu erreichen.

 

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Wir sind auch Forscher: Skelette!

Text von Fabian und Marco:

Wir haben die Skelette bei den Tieren erforscht. Als erstes haben wir bei den Hasen und Meerschweinchen angefangen, dann bei den Hunden. Das Tier saß auf unserem Schoß oder auf dem Tisch und wir haben es abgetastet. So konnten wir herausfinden, wo die Knochen und Gelenke sind. Einer von uns hat immer die Gelenke und Knochen eingezeichnet.

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Bei den Hunden bekamen wir ein Problem: wir konnten nicht herausfinden, ob der Schwanz Gelenke hat. Also kamen wir auf die Idee, einmal den Schwanz der Pferde zu befühlen. So fanden wir heraus, dass da auch Gelenke sind und wir vermuteten, dass der Hund also auch Gelenke im Schwanz hat.

Das Skelett von Katzen haben wir bei Baldur erforscht. Der fand das super gut, er hat es genossen, dass er gestreichelt wird und hat gedacht, wir wollten mit ihm spielen.

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Ganz rechts hat Logan zum Beispiel den Ellbogen in der Hand.

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Danke, Baldur!

Auch die Pferde haben wir untersucht und dann geschaut, ob die Esel baugleich sind. Uns ist aufgefallen, dass alle diese Tiere einen ziemlich ähnlichen Körperbau haben.

Danach haben wir kleine Menschenskelette aus Trinkröhrchen, aus Draht und aus Pappe gebaut.IMG_2805 (610x436)

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Das hat viel Spaß gemacht!

 

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Welch ein toller Tag!

… sagten sich wohl heute unsere Reitzauseln. Seht selbst, was unsere angehende Hoffotografin Anna-Louisa eingefangen hat:

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Lucena

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Namir

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und Aurin. Und nein, wir haben ihnen keine Drogen ins Futter getan 🙂

Euch allen ein schönes Wochenende, genießt den Tag!

 

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LEO Lautlos – das Projekt über nonverbale Kommunikation

Hier stelle ich einmal ein ganzes Projekt in seiner Planung, Zielsetzung, didaktisch-methodischen Struktur und dem Ablauf dar, damit man sich beispielhaft den Ablauf eines Tiergestützten Projektes, wie es bei mir abläuft, besser vorstellen kann:

 

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Ein Projekt mit Grundschulkindern über nonverbale Kommunikation von Mensch und Tier im Rahmen der „Grünen KLasse“

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Einleitung

Die teilnehmenden Kinder im Alter zwischen 8 und 11 Jahren sind im Rahmen einer Ersatzbeschulung mit Ziel der Rückführung ins öffentliche Schulsystem schon seit gut anderthalb Jahren in von mir geleiteten Projekten zusammen, allerdings kamen zwei neue Kinder im Laufe des Projektes dazu und eines war zeitweilig wegen stundenweiser Reintegration in die öffentliche Grundschule abwesend. Anlass für die Beschulung und Betreuung im Institut für Heilpädagogik und Erziehungshilfe e.V. (ein Kind davon vollstationär, die anderen teilstationär) waren erhebliche Probleme im Sozialverhalten, die eine Beschulung im öffentlichen System  zeitweise unmöglich machten.

Vorausgegangen ist diesem Projekt ein Sozialtraining in Form von angeleitetem Spielen von Geschichten in der Natur und mit Tieren, angelehnt an die Methoden von Jeux Dramatiques bzw. Psychodrama (siehe „Die Reise nach Wirundich“). Die Auswertung dieses Sozialtrainings (das bei Gelegenheit wieder aufgenommen wird)  führte zur Konzeption von LEO-LAUTLOS:

– Alle Kinder waren nach eigenen Angaben aus folgenden Gründen ihren eigenen Angaben zufolge hoch motiviert: Aktionen mit Tieren, Spielen von Geschichten mit Abenteuern, draußen sein, rennen, schreien  und „viel machen“ dürfen.

-Aus meiner Sicht machten alle Kinder, besonders aber der intellektuell am meisten benachteiligte Junge, große Fortschritte im Bezug auf Sozialverhalten und Gesprächsführungskompetenzen. Teilweise konnten die Kinder diese Fortschritte auch auf ihren Alltag übertragen und dort zeigen.

Bei der Beobachtung der Kinder in Aktion und während der Reflexionsrunden am Ende jeder Einheit ergab sich jedoch auch, in welchen Bereichen die Kinder noch besonderen Förderbedarf haben:

-In vielen Situationen schien es, als könnten sie die Körpersprache ihres Gegenübers nicht lesen bzw. als seien sie nicht bereit oder in der Lage, ihr Verhalten darauf einzustellen.

-Passend dazu war zu bemerken, dass die Kinder oftmals überhaupt nicht beobachteten, sondern mehr aufs eigene Tun fokussiert waren.

-Auch bei den Tieren kam diese Problematik vor, wenn auch seltener.

-Meist bestätigten sich meine Beobachtungen im Gespräch. In den Fällen, in denen die Körpersprache überhaupt beachtet wurde, gab es häufig falsche Deutungen. Im Gespräch war es sogar so, dass die Kinder auf ihrer Beobachtung beharrten, obwohl ihnen vom Gegenüber gesagt wurde, dass er sich anders gefühlt hatte.

-Außerdem zeigten selbst die verbal sehr fitten Kinder erhebliche Probleme, eigene Gefühle mit mehr als einfachen Vokabeln wie „gut“ oder „schlecht“ zu benennen.

Daraus ergaben sich für mich, korrespondierend mit meinem Auftrag, die Kinder für den Besuch der öffentlichen Schule zu fördern, folgende „Ziele“:

-Förderung der Fremdwahrnehmung bei Mensch und Tier im Bezug auf nonverbale Signale

-Förderung der Selbstwahrnehmung, schwerpunktmäßig im Bereich der Gefühle

-Förderung von Gesprächskompetenzen, hier besonders vom Zusammenspiel zwischen verbalen und nonverbalen Signalen

-Förderung des Wortschatzes besonders im Hinblick auf Gefühle

-Förderung des Wissens um die Individualität der Wahrnehmung, daraus folgend Förderung der Empathiefähigkeit und Toleranz gegenüber der Wahrnehmung anderer

Das Wort „Ziele“ habe ich in Anführungszeichen gesetzt, da seine Verwendung zwar im pädagogischen Kontext üblich ist, ich es in meinem Arbeiten mit schulmüden, entmutigten und teilweise traumatisierten Kindern eher als „Richtung“ verstanden wissen möchte. Ich habe diese „Ziele“ im Hinterkopf und ermögliche und ermutige Lernen in die Richtung, den Weg gehen werden die Kinder aber allein, manchmal einen Schwerpunkt entwickeln und manchmal einen anderen einschlagen, der für sie sinnvoller ist. Dies lasse ich gern geschehen, denn über allem steht die Förderung der Freude am Lernen durch eine Atmosphäre, die offen ist für mehrere Lösungen, für forschendes, experimentelles, sinn(en)volles und dialogisches Lernen.

Erzähle mir und ich vergesse, zeige mir und ich erinnere, lasse mich tun und ich verstehe.“ (Konfuzius)

Ein großes Glück für dieses Schulprojekt ist es da natürlich auch, dass Noten eine untergeordnete Rolle spielen (die vergebe ich hauptsächlich für Hausaufgaben und bemesse am Schuljahresende den persönlichen Lernfortschritt jedes Kindes statt einer Messung am „Wissensstand“ gemäß einem Lehrplan).

Einen jungen Menschen unterrichten heißt nicht, einen Eimer zu füllen, sondern ein Feuer entzünden.“ (Aristoteles 

 

Zuerst: vom Thema „ein Bild machen“

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Ich lief mit einer Dreizehnjährigen und den Alpakas von der Wiese nach Hause, und ich fragte sie, wie es ihr denn die Woche über so ergangen ist. „Ach, es geht ganz gut“, antwortete  sie.  „Nur die Betreuer nerven! Die reden immer so viel! Und die Lehrer auch. Alle reden immer und reden, reden!“

Ich musste grinsen, fühlte ich mich doch gleich etliche Jahre zurückversetzt, als meine Tochter mir im gleichen Alter bei irgendeiner Gelegenheit  genervt entgegen geschleudert hatte: „Mensch, texte mich nicht so zu!“

Wahrscheinlich hatte ich in dem Moment ein einigermaßen dämliches Gesicht gezogen. Das Verb texten hatte ich bis dato nur für das Verfassen von schriftlichen Texten gehört. Zum Glück blieb mir eine Entgegnung im ersten Atemzug stecken. Texten? Ich? Die Erkenntnis kam tröpfchenweise und blieb mir eine unvergessene Lehre: Texten, das sind nicht nur einfach zu viele Worte. Ein Text aus der Sicht von Kindern und Jugendlichen, das ist das Geschriebene aus der Schule, die Wortfülle, die uninteressant ist, die Pflicht ist, an den Verstand appelliert und die keine positive Bedeutung für ihr Leben und vor allem ihre Gefühle hat. Texte belehren, stehlen Zeit, erschlagen und hinterlassen, wenn Schüler sie bewältigen müssen, eher negative Gefühle. Nicht so wie Ronja Räubertochter, was kein Text, sondern eine Geschichte ist, noch dazu eine, die Mama abends im Bett vorlas…

So war ich also in die Falle getappt, die sich auftut, wenn man bestrebt ist, mit seinen Kindern „vernünftig“ zu reden: Argumente, Belehrungen, Begründungen – ach, schon das Aufzählen wird langweilig und frustrierend. Wer hat schon Lust auf Vernunft, wenn draußen die Sonne ruft und es gilt sein junges Leben mit sinn(en)vollen Erfahrungen zu füllen?

Dass wir aber noch eine andere, eigentlich unsere erste Sprache haben, nämlich die des Körpers, vergessen wir Erwachsenen zu leicht. Diese Sprache sprechen und verstehen wir „intuitiv“, aber den Draht dazu können wir mangels Übung auch ein Stück weit wieder verlieren.

Dabei kann man diese Sprache besonders gut von Tieren lernen bzw. ihre Wahrnehmung im Zusammenspiel mit ihnen wieder in sein Repertoire aufnehmen. Schon sehr junge Kinder können zum Beispiel die Sprache Hunden intuitiv richtig verstehen und darauf reagieren. Auch uns Erwachsenen geht es so, dass wir „nicht anders können“, als diese Botschaften der Körpersprache aufzunehmen, selbst wenn die oft dominante Ratio oder äußere Umstände uns veranlassen, diese Wahrnehmung in die „Unwichtig-Schubladen“ unseres Gehirns zu sortieren.

Denn Körpersprache ist Bildersprache und Bilder haben, wie alle Reize, die unsere Sinne ansprechen, direkten Zugang zu den Bereichen unseres Gehirns, die nicht nur die ältesten sind, sondern daher auch direkt unsere Gefühle ansprechen.*2

Das Bild und noch mehr das bewegliche Bild des angreifenden Raubtieres, des aufziehenden Gewitters, des flüchtenden Beutetieres oder der leckeren Früchte erzeugte bei unseren Vorfahren sofort entsprechende Gefühle und Reaktionen, denn sie waren für sein Überleben von Bedeutung. Wen wundert es da, dass Bilder, seien es Fotos oder Filme, auch heute noch einen direkten Draht zu unseren Gefühlen haben?

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Das ist einer der Gründe, warum Tiere uns sofort gefühlsmäßig ansprechen: das Zusammensein mit ihnen ist geprägt von Sinneseindrücken, die sofort Gefühle in uns auslösen. So geht die Sprache durch Bilder sozusagen „von Herz zu Herz“, zumal sie begleitet ist von weiteren angenehmen Sinneseindrücken, wie zum Beispiel das Berühren eines warmen, weichen Felles. Nehmen wir mal höchst geschulte Menschen in diesem Bereich aus, so kann man behaupten, dass Körpersprache auch nicht lügt. Im Normalfall ist sie authentisch  und besonders Kinder werden nicht verwirrt durch gleichzeitig sich widersprechende Botschaften, wie sie ihnen bei der Kombination von verbaler und nonverbaler Sprache oft begegnet. (Stichwort Kongruenz nach C. Rogers)*3 Selbst wenn diese Körpersprache zweierlei, mit sich streitende Gefühle auslöst, können auch ungeschulte Kinder das erkennen:

 Als Noel, mein kleiner Straßenhund, erst ein paar Wochen bei mir war, kam er bellend und „groß“ auf einen Jungen zugerannt, lief dann wieder weg, drehte sich wieder zum Kind mit gesenktem Kopf und hängender Rute, bellte, lief weg, ging wieder hin… Der Junge blieb stehen und versuchte, ihn mit Worten zu beruhigen und erkannte dann aber: „Ha, der weiß ja gar nicht, was er will. Er will mir Hallo sagen, er will sagen, dass das hier seine Ranch ist und hat noch Angst, ob ich ihm was tue.“

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Nun aber zu den Aktivitäten!

Passend zu in der Einleitung genannten pädagogischen Grundsätzen habe ich bewusst darauf verzichtet, den Kindern irgendetwas über die Körpersprache von Mensch und besonders Tier im Vorhinein zu erklären. Erstens möchte ich sie ermutigen, interessanten Fragen selbst auf den Grund zu gehen und sich nicht danach auszurichten, welche Antwort als richtig und somit gut bewertet ist. Außerdem glaube ich, dass eine offene Vorgehensweise, bei der die Kinder ihr Gefühl, ihre Intuition benutzen dürfen bzw. müssen, es ihnen leichter macht, weitere Kompetenzen im Bereich Empathie zu entwickeln.

Wenn sie also in den nachfolgend beschriebenen Aktivitäten die Botschaften der Tiere beobachten, sollen sie einfach ihrem Gefühl folgen. Da ihre Bewertungen jeweils besprochen werden, war es mir ein Leichtes, dann zu fragen, woran das Kind ein Gefühl erkannt hat oder durch differenziertere Fragen ein differenzierteres Beobachten anzuregen.

Das Lama Phönix ist, da noch nicht lange bei uns und wohl vorher wenig trainiert, etwas ängstlich im Straßenverkehr. Beim Spaziergang sagte ein Junge: „Guck mal, der ist aufgeregt, der hat die Ohren ganz vorne!“

„Oh ja“, sage ich. „Die Ohren sind tatsächlich vorne! Siehst du nur an den Ohren, dass er aufgeregt ist?“

Sofort mischen sich auch die anderen ein und gemeinsam sammeln sie ganz von allein Merkmale des aufgeregten Lamas: „Die Augen sind ganz groß!“ – „Der Kopf ist ganz hoch!“ – „Er hat Falten an den Lippen…“

Schritt 1:

Ich sage nichts, doch sag ich was -Einführung in die Körpersprache

Ich sitze mit den Kindern auf unserer „Rededecke“ im Stroh und versuche, Neugierde zu wecken: Nachdem wir im letzten Projekt Geschichten gespielt haben, die ich erzählte, möchte ich nun mal mit ihnen Geschichten lauschen, die die Tiere uns erzählen. Ob das geht? Wie sprechen die Tiere denn?

Bellen! Miauen! Iah! Schreien, Fauchen, Jaulen!

Und? Wie machen Pferde das? Gestern hat mir Lucena auf dem Weg zur Weide Spannendes erzählt: Dass da oben am Waldrand etwas Aufregendes war, dass sich da etwas bewegt hat, das sie nicht kannte und das ihr Angst gemacht hat. Wie hat sie mir das wohl erzählt?

Schnell kommen die Kinder darauf, dass die Stute mir mit Körpersprache erzählt hat, was da passiert ist, dass sie wohl stehen blieb, schnaubte und zu der Stelle schaute…

Ich wende mich an ein Kind und behaupte, dass es mir gerade auch etwas erzählt, dann an andere mit der gleichen Behauptung, bis einer protestiert und ausruft: „Eh, ich hab grad gar nichts gesagt!“ „Oh doch“, erwidere ich,  „du hast dich gelangweilt, stimmt`s? Du hast überlegt, ob du lieber auf das Stroh kletterst…“ Und, an andere gewandt: „Du warst noch ganz mit deinen Gedanken beschäftigt… und du, du hast mir gesagt, dass du ein bisschen müde bist, vielleicht auch traurig…“

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Ob durch provozierten Widerstand oder angeregte Neugierde, schnell entwickeln die Kinder eine Vorstellung von Körpersprache und die Erkenntnis, dass die immer da ist. „Man kann zwar den Mund zumachen und nichts mehr reden, aber den Körper kann man nicht ausmachen“, war die kluge Erkenntnis eines Jungen, die auch Paul Watzlawick mit dem Axiom ausdrückt: Man kann nicht nicht kommunizieren.*4

Wir spielen: wir flüstern uns gegenseitig Gefühlszustände ins Ohr, die man dann mit Körpersprache darstellen soll, während die anderen versuchen, das Wort zu erraten. Das klappt manchmal gut, manchmal auch gar nicht. Ein Junge muss zum Beispiel immer lachen. Warum ist das so?

Ich spiele den Jungen fiktive Double-Bind-Botschaften vor: verschränke die Arme vor dem Körper und sage mit zusammen gepressten Augen und Lippen: „Ich find das voll klasse, was du gemacht hast.“ Oder streichle einem Jungen den Kopf, lächle und sage, dass ich „voll wütend“ bin.

Natürlich glauben sie mir nicht. Und intuitiv richtig hören sie eher auf die Körpersprache. Das führt uns zu der Erkenntnis:  Körpersprache lügt nicht. Der Junge konnte „wütend“ nicht spielen, weil er das Spiel nur sehr lustig fand. Bei Menschen gilt diese These natürlich nur mit der Einschränkung dass man nicht gerade ein guter „Schauspieler“ ist, oder „Manipulationswillen“ hat, aber das lasse ich der Einfachheit halber außen vor. Wir fassen den Entschluss: WIR WOLLEN AUF UNSER GEFÜHL HÖREN, das beherrscht die Körpersprache am besten. Dass Körpersprache oft nicht eindeutig und von der Situation und der Persönlichkeit des „Senders“ wie „Empfängers“ abhängig ist, wird erst in einem späteren Schritt in Anfängen behandelt. Die Komplexität unserer Wahrnehmung kann hier nur sehr vereinfacht angerissen werden.

 

Schritt 2:

Wir machen ein Wörterbuch!

Der nächste Projekttag ist ein Regentag, wie geschaffen für den Beginn der Herstellung unseres Wörterbuches, ein Schritt, der den Kindern viel wichtiger ist, als ich es zunächst dachte. Wenn sie anderen von dem Projekt erzählen, sagen sie immer zuerst: „Wir machen ein Wörterbuch über Körpersprache.“

Aus gesammelten Bildern (Portraits und Ganzkörperaufnahmen, einzelner oder mehrerer Menschen und Tiere) suchen wir einige heraus, schneiden sie aus und kleben sie in eine Spalte einer Wörterbuch-Seite. In die andere schreibe ich den Gefühlsausdruck, den die Kinder gemeinsam erkannt haben.

Dann kündige ich an, dass ich beim nächsten Mal eine längere Geschichte mit den Tieren vorspielen werde und die Kinder sich das wie im Kino anschauen dürfen. Die Geschichte spiele aber in Geheimsprache und die Zuschauer seien alle die Detektive, die diese Geheimsprache herausfinden müssten. Ich stelle die Frage in den Raum, wie man sich denn bei einer so langen Geschichte merken kann, was alles passiert ist und wie es dem Menschen und den fünf Tieren ging. Notizen sind das Stichwort. Ein Junge zeigt sich gleich erschreckt über die Vorstellung, dass er viel schreiben muss, da er damit Schwierigkeiten hat.

So kommt (von mir gelenkt) die Idee auf, für ein „Detektiv-Protokoll“ einfach die aus der digitalen Welt bekannten Smileys zu benutzen. Einige Smileys stellen wir gemeinsam zusammen und beschriften sie mit ihren Bedeutungen, andere sollen die Kinder als Hausaufgabe zusammen tragen oder selbst erfinden.

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Schritt 3:

Voll das Kino

Am nächsten Projekttag ist das „Kino“ schon vorbereitet: am Offenstall, aber durch Umzäunung von den Tieren getrennt (der Grund wird später klar) ist eine Sitzreihe, von der aus die zuschauenden Detektive das gesamte Geschehen gut im Blick haben. Sie einigen sich, wer welches Tier beobachten möchte und teilen ihr Protokollblatt wie bei der vorangegangenen Aktivität senkrecht in zwei Spalten. Eine Spalte ist für das gewählte Tier, die andere für den Menschen. In diese Spalten sollen die passenden Smileys untereinander je nach Situation eingetragen werden. Auf genauere Vorgaben verzichte ich vorerst, um die Detektive nicht mit zu vielen Aufgaben im „Verstand-Modus“ zu überfrachten (weshalb meine Wahl auch auf Smileys fiel).

Was die im Folgenden gespielte „Geschichte“ angeht, so weiß ich zu Beginn selbst nur, dass ich eine ängstliche Person darstellen will, die sich den drei Pferden und zwei Eseln, die mit den Köpfen zur Stallwand stehen und fressen, völlig falsch nähert. Alles Weitere will ich meiner Intuition in der Interaktion mit den Tieren überlassen, denn ich weiß, dass sie auf jeden Fall verunsichert reagieren werden. (Tatsächlich hat mich dann die Reaktion der Tiere sehr erstaunt, denn mit veränderter Körpersprache empfanden sie mich mehr als Fremde als ich es geahnt, aber glücklicherweise durch die räumliche Trennung zu den Kindern einkalkuliert hatte.)

Hier nun die „Geschichte“:

Eine ängstliche Frau betritt den Auslauf und schaut sich unsicher um. Sie läuft schleichend, mal vor, mal zurück und nähert sich immer mal wieder dem Hinterteil eines der fressenden Tiere, nur um dann erschreckt wieder wegzulaufen. Die Tiere scheinen zuerst ganz ruhig weiter zu fressen, fangen dann aber doch an, diese komische Frau öfters zu beobachten. Schließlich kommt die auf die Idee, sich ganz vorsichtig an ein Pferd anzuschleichen. Als sie das Pferd schließlich einmal ganz schnell antippt, erschrickt das fürchterlich und rennt aus dem Stall. Die anderen folgen in Sekundenschnelle. Schnaubend bleiben sie in sicherer Entfernung stehen. Die Frau hat noch größere Angst bekommen und klettert durch den Zaun nach außen. Sie holt Brotstücke und nun kommen die Tiere wieder und lassen sich streicheln. Einige streiten sich allerdings auch ein wenig  um die heruntergefallenen Brocken.

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An dieser Stelle möchte ich einen Einschub machen, der mir im Bezug auf das Wohl der Tiere wichtig erscheint: ich konnte es mir absolut „leisten“, den Tieren diesen kleinen Schrecken zuzumuten, auch wenn die Reaktion des angetippten Pferdes ein wenig heftiger war, als ich es geahnt, wohl aber einkalkuliert hatte. Sicherlich fügt man keinem Tier einfach so zum Spaß Angst oder Schrecken zu. Ich denke aber, dass Erschrecken besonders im Leben eines Pflanzenfressers ein ganz normales Element ist. Manchmal müssen die Tiere, die in tiergestützten Aktivitäten eingesetzt werden, diese Zumutungen ertragen, und es liegt im Verantwortungsbereich des Tierhalters und Pädagogen, dies abzuwägen. Meine Pferde haben zu mir ein stabiles Vertrauensverhältnis und haben sich alle sofort wieder streicheln lassen und im Nachhinein keinerlei Verhaltensänderung gezeigt. Von viel höherem Wert war hier die Lehre, die die Kinder neben der Thematik Körpersprache beeindruckte. Noch lange erklärten sie anderen Kindern, wie man sich einem Pferd nähert: „Wenn du das nämlich so machst wie ein Raubtier, dann wirst du sehen, was passiert! Der Namir ist da voll aus dem Stall geflüchtet und wenn er nicht weg gekonnt hätte, dann hätte er getreten!“

Im Anschluss an die Geschichte werten wir die Beobachtungsprotokolle aus. Die Kinder können das Geschehene und die Gefühlslage der Tiere erstaunlich gut wiedergeben. An manchen Deutungsfehlern zeigt sich allerdings, dass die Kinder oftmals ihre Einschätzungen vornehmen, indem sie sich an die Stelle des Tieres setzen und erklären, wie sie sich gefühlt hätten. Ich frage auch in solchen Fällen einfach nach, woran das Kind das gesehen hat. Manchmal korrigiert es seine Einschätzung, ansonsten lasse ich es so stehen.

Schritt 4:

Fototermin I

Um das Beobachten weiter zu üben, spielen beim nächsten Projektschritt die Hunde, ihre Ballschleuder mit Ball und eine Kamera die Hauptrolle. Jeweils ein Hund ist „dran“ und der andere wird an der Leine gehalten (ansonsten käme der rangniedrige Hund nie zum Ball bzw. es könnte Konflikte geben). Ein Kind hat die Ballschleuder und darf den Ball so weit werfen, wie es kann und den Hund bitten, den Ball wieder zu bringen. Ein weiteres Kind ist Helfer, der den Ball holt, wo der Hund ihn nicht fand oder ähnliches (beide Hunde sind nicht sehr ausdauernd begeistert vom Apportieren). Das vierte Kind bekommt die Kamera, mit der Aufgabe, jeweils den Gesichtsausdruck des werfenden Kindes zu fotografieren. Diese Rollen wechseln jeweils nach einigen Minuten so dass am Ende jeder jede Aufgabe hatte.

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Diese Konstellation liefert insofern viel „Material“ an Gefühlsausdrücken, weil die vordergründig einfach nur spaßige Aktivität durch die Kinder nicht immer zu kontrollieren ist und so negative wie positive Ereignisse vorprogrammiert sind: mit dem langen Plastikarm der Ballschleuder gelingt es nicht immer, den Ball so weit zu werfen wie gewünscht, der Hund ist manchmal anstrengend übereifrig, dann unlustig oder abgelenkt, der Ball kann landen wo Hunde ihn nicht holen wollen oder können, die Kooperation untereinander kann positive und negative Elemente beinhalten, usw.

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Bei der abschließenden Betrachtung und Bewertung der Fotos entdecken wir eine große Palette von Gefühlsausdrücken allein über Mimik. Da hier der Zusammenhang zwischen Foto und Ereignis meist nicht mehr möglich ist, können und müssen wir uns besser auf die Merkmale in den Gesichtszügen konzentrieren. Immer einmal wieder zeigt sich einer der Jungs erstaunt über den eigenen Gesichtsausdruck. Widersprüche gegen die Deutungen gibt es nicht.

Schritt 5:

Schweigemarsch

In heller Aufruhr kommt die Gruppe zum nächsten Projektschritt bei mir an: es gab Streit im vorangegangenen Unterricht und auf der Fahrt zur „Ranch“. Wut, Verzweiflung, Aufregung und Desorientierung schwappen mit den Kindern durchs Tor. Doch die Hunde kommen zur bellenden Begrüßung angerannt, die Pferde schauen kauend vom Heu auf und einer der Esel steht jauchzend am Ausgang und bettelt um Zuwendung. Die wilde Gefühlswelle versickert wie Wasser im Humus.

Ich lasse Planung Planung sein, packe den Fotoapparat für eine bessere Gelegenheit weg und entschließe mich für Bewegung und Beruhigung: Jungs, wir machen heute einen Ausflug mit den Alpakas und dem Lama!

Der Weg quer übers Grundstück zum Alpakastall ist noch ein Wettrennen und Grölen, aber dann verkünde ich, dass wir heute mal einen Ausflug ganz ohne Reden machen wollen und  dass ich gespannt bin, ob auch wir Menschen es schaffen, uns wie die Tiere nur mit dem Körper zu verständigen…

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Tatsächlich gelingt es bis zum Ende des Aufhalfterns, dass jedes Kind schweigt und daran auch in überschwänglichen Momenten denkt.

Dazu muss man wissen, dass man Alpakas nicht einfach so ein Halfter anziehen kann wie man einem Hund ein Halsband überstreift. Alpakas werden in ihrer Heimat Südamerika zwar schon lange als Haustiere gehalten, aber eher halbwild und nur einmal im Jahr eingefangen, auf den Boden geworfen und geschoren. Wen wundert es also, dass sie gentechnisch noch darauf programmiert sind, Abstand vom Raubtier Mensch zu halten und ja im Gleichgewicht auf den Beinen stehen zu bleiben? Durch Training kann man zwar erreichen, dass die Neuweltkameliden das Halftern akzeptieren, aber es fordert von den Kindern immer viel mehr Ruhe und Behutsamkeit. Da wir außerdem ein neues Lama haben, dem die Prozedur noch Ängste einjagt, ist noch mehr Einfühlungsvermögen und Geduld der Kinder  gefordert.

Schnell haben die Kinder herausgefunden, dass sie sich mit Gesten gut verständigen können, doch im Laufe der kleinen Wanderung werden auch diese immer weniger bzw. weniger  übertrieben. Man verständigt sich mit Blicken, und in immer mehr Momenten sind die Kinder und Tiere einfach in zauberhaftem Einklang.

Wieder im Stall angekommen, bringt ein Junge das Fazit auf den Punkt: „Das war sooo schön entspannend!“

Hier kommen wir, da dieser Junge Asthmatiker ist, auch auf einen gesundheitlichen Aspekt der Arbeit mit Tieren: ohne sie hätte ich die Jungs wohl nicht dazu gebracht, mal eine gute halbe Stunde zu laufen ohne ein Wort zu reden. Schweigen aber hat nicht nur allgemein eine beruhigende Wirkung. Für Asthmatiker hat es einen besonders hilfreichen Aspekt, den man im Anschluss bei diesem Jungen auch beobachten kann: sie atmen weniger, vor allem weniger durch den Mund. Das erhöht den CO2-Spiegel im Blut und bewirkt Entspannung der Atemmuskulatur.*5 (Interessanterweise sind drei von fünf der anwesenden Kinder Asthmatiker.)

Schritt 6:

Fototermin II

Auf Wunsch der Kinder arbeiten wir beim nächsten Mal wieder am Wörterbuch weiter. Obwohl, als „Arbeiten“ empfinden die Kinder das wohl nicht, denn in gemütlicher Runde bei „Ranch-Tee“ und ab und zu kuschelnd mit den Hunden sind sie entspannt und vergnügt. Ich gebe den Fotoapparat herum, um die quirligen, kleinen Hunde in häuslicher Umgebung besser aufs Bild bannen zu können. Die nette Atmosphäre unter den Kindern erlaubt es sogar, dass ich Bilder schieße von einem Jungen, der einen Moment enttäuscht ist und böse schaut. Er erlaubt es tatsächlich, dass das Bild fürs Wörterbuch verwendet wird und ein anderes Kind bedankt sich dafür…

Schritt 7:

Durchs Land der Gefahren mit Cinnie und Namir

„Oh, bist du am Aufräumen?“ fragen die Jungs beim nächsten Treffen erstaunt. Kein Wunder, ein chaotischer Haufen mit allerlei Gegenständen erwartet sie: Stangen, Planen, Kunststoffflaschen und Pylone, Flatterband und ein Kunststoffstreifen-Türvorhang.

Ich kündige an, dass heute doch mal wieder eine Geschichte gespielt werden kann: die Kinder dürfen aus den Gegenständen Hindernisse aufbauen, die sie im „Land der Gefahren“ zu Fuß mit ihrem treuen Pferd überwinden müssen.

In Kooperation, die sich nach und nach entwickelt, bauen die Jungen mehrere Hindernisse wie einen „Fluss“ aus einer Plane, Slalom, Tor und verzwickte Wege, zu denen sie sich überlegen, wo Abhänge und Raubtiere sind. Sie brauchen nur ein wenig Anregungen durch meine Fragen, um auch zu bedenken, wie praktikabel und vor allem sicher für Mensch und Tier die Hindernisse sind. Dabei kommt ihnen zugute, dass sie schon Vorerfahrungen mit den Tieren haben und auf Erfahrungen zurückgreifen können. „Weißt du noch, damals, als der Putzkasten voll runter gedonnert ist, wie da die Cinnie erschrocken ist?“

Als alles aufgebaut ist, darf jeder in beliebiger Reihenfolge durch den Parcours, während ich die „Geschichte“ ein wenig nach den Wünschen des Kindes erzähle. Die anderen Kinder sind jeweils geheime Beobachter, die der König des Landes geschickt hat, um zu sehen, wie der Held mit seinem Pferd umgeht, sprich, sie haben wieder ihre „Protokolle“ mit zwei Spalten vor sich und tragen durch Smileys ein, wie Held und Pferd sich jeweils fühlen. Jedes Mal, wenn ein Held sein Ziel erreicht hat, besprechen wir die Wahrnehmungen und gleichen sie mit den Aussagen des Helden ab. Regel dabei ist, dass nicht widersprochen wird, wenn der Held ein anderes Gefühl hatte, als wahrgenommen wurde. Die Begründung ist, dass unsere Wahrnehmung uns täuschen kann. Wie oben schon ausgeführt, würde es den Rahmen sprengen, mit den Kindern differenziert in die Wahrnehmung einzusteigen, aber sie „verstehen“ es auch so, dass diese etwas Individuelles ist.

Schritt 8:

Spaziergang mit Alpakas und Lama

Bei einem weiteren Alpaka-Lama-Spaziergang gehen wir ungewohnte Wege, auf denen die Tiere auch mal besonderes Interesse oder etwas Furcht zeigen und die Wahrscheinlichkeit hoch ist, andere Spaziergänger zu treffen. Dies aus dem Grunde, da ich mit den Kindern gleich an Ort und Stelle immer wieder darüber spreche, welche Gefühlsregungen die Tiere gerade zeigen. (So freue ich mich zum ersten Mal über eine Begegnung von Tieren und Müllwagen…) Auch hier wieder: ich rege an, auf mehrere Merkmale zu achten und nicht nur auf Augen, Ohren, Nase, Mund und Schwanz, sondern auch Körperspannung, Atmung, räumliche Stellung zur „Gefahr“ oder zu den Gefährten.

Außerdem probieren wir ein wenig aus, wie die Tiere auf unsere Körpersprache reagieren. Wie kann man denn ein Alpaka anhalten, ohne am Strick zu ziehen??? Sehr erfreulich ist, dass die Kinder selbst auf Parallelen aufmerksam werden, dass zum Beispiel ein frontales Gegenüberstehen sowohl auf Menschen als auch auf andere Tiere Pferd oder Hund wirkt.

 Schritt 9: Agility-Parcours mit Hund

Erheblich mehr „Action“ gibt es beim nächsten Mal: wieder dürfen die Jungen einen Hindernisparcours aufbauen, diesmal aber einen Agility-Parcours für die Hunde Linus und Noel. Dass ein Junge schon im letzten Jahr am Agility-Training teilgenommen hat und damit weiß, was die Hunde können, ist insofern von besonderem Wert, da er in der Gruppe nicht wirklich anerkannt ist und oft die Rolle des Hilflosen/Opfers einnimmt. Hier bringt er sich engagiert und konstruktiv ein und wird respektiert.

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Jeweils nacheinander absolvieren die Jungen nach Einweisung den Parcours (jeder darf einmal mit jedem Hund laufen), ein weiterer Junge ist der Fotoreporter und versucht, Bilder von der Körpersprache des Hundes zu machen. Ein dritter Junge darf der Turniersprecher sein und das Geschehen beschreiben, die anderen sind Turnierhelfer, die Hindernisse wieder aufbauen oder sich um den zweiten Hund kümmern.

Im Anschluss reden wir darüber, wie sich jeder beim Gelingen oder Nicht-Gelingen der Übungen gefühlt hat und werten die geschossenen Fotos von den Hunden aus. Hilfreich hier ist, dass aus der Fülle der Fotos kaum mehr auf den Zusammenhang geschlossen werden kann. So sind die Jungs hier darauf angewiesen, wirklich auf Merkmale zur Deutung zu achten und können nicht von sich Rückschlüsse ziehen.

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Schritt 10:

Vieldeutige Sprache…

Beim nächsten Mal hat Krankheit meine Crew reduziert, so setzen wir uns an den Picknick-Tisch, der auf der Ranch in Sichtweite der Tiere steht und schöpfen aus dem Vorrat unserer gesammelten Bilder, um „Comics“ herzustellen: die Kinder versehen die dargestellten Menschen und Tiere mit Sprechblasen und legen ihnen entsprechend ihrem Ausdruck Worte in den Mund.

Natürlich entstehen darüber Wortwechsel, was Mensch oder Tier da sagen sollen, doch genau das ist von mir gewollt. Denn von ganz allein kommen die Kinder zu der Erkenntnis, dass Körpersprache vieldeutig sein kann, besonders wenn man nur ein Foto hat. Sogar der Zusammenhang mit dem Eigenheiten des „Sprechers“ wird genannt: „Das ist wie bei Noel, der macht ganz oft den Kopf runter und schief und leckt dabei wenn er kommt.“

Dazu gebe ich den Kindern noch für jeden gleiche vervielfältigte Bilder. Diese soll jeder allein mit Sprechblasen versehen, doch vorher erzähle ich jedem Kind zu seinem Bild eine andere Vorgeschichte. Entsprechend unterschiedlich sind die Ergebnisse, aber eben alle „richtig“ aus der eigenen Wahrnehmung heraus.

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Schritt 11:

… und doch auch universelle Sprache

Im Laufe der Zeit hatten die Kinder immer einmal wieder die Hausaufgabe, verschiedene Tiere (Hund, Katze, Pferd, Esel, Alpaka oder Lama) mit bestimmten Gefühlsausdrücken zu malen. Dieses Mal nehmen wir uns die Bilder vor und vergleichen die gleichen Gefühle bei verschiedenen Tieren. Es wird klar, dass es viele Parallelen gibt, bei Aufregung zum Beispiel die gespitzten Ohren, die großen Augen, der gespannte Körper usw.

Ich animiere die Kinder, die Tiere nachzuahmen. Wir flüstern uns Gefühle ins Ohr, die das Tier darstellen und die anderen erraten sollen. Dann stellen die Kinder Gefühle zu zweit dar: einer das des Tieres und einer das des Menschen. All das erzeugt natürlich viel Herumgealbere und einiges an wilder Interaktionen zwischen den „Tieren“, aber am Ende wird dennoch mit Spaß klar, dass auch der Körperausdruck von Menschen und Tieren Parallelen hat. Zum Schluss nehmen die Kinder meinen Vorschlag begeistert an, unser Projekt den anderen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen auf unserer allwöchentlichen Versammlung vorzustellen.

Schritt 12:

Vorbereitung der Vorstellung und Vorstellung

Diese Schritte liegen noch vor uns. Die Ausgestaltung werde ich nur anregen, aber zu einem großen Teil den Kindern überlassen. Voraussichtlich wird das „Wörterbuch“ gezeigt, ein wenig über das erzählt, was wir gemacht haben, aber vor allem soll es „einen Teil geben, der lustig ist oder was zum Raten“.

Um eine Idee davon zu bekommen, in welchem Rahmen diese Aktion der Kinder stattfinden wird, hier noch ein paar Worte zu der oben genannten Versammlung: sie ist in unserer Jugendhilfeeinrichtung eine wichtige Säule zur Partizipation und damit auch u. a. zum Beschwerdemanagement und zur Demokratie-Erziehung. Alle die Einrichtung und die Kinder betreffenden Angelegenheiten werden besprochen und nötigenfalls beschlossen, wobei jedes Kind die gleiche Stimme wie ein Erwachsener hat. Daneben gibt diese Versammlung aber auch Raum für Kulturelles, was in der Einrichtung einen großen Stellenwert hat. Es gibt den festen TOP „Kulturbeitrag“ mit Musik oder Szenischem Spiel, Ratespielen oder anderem. Das bedeutet, dass es für die Kinder relativ normal ist, vor diesem Publikum aufzutreten und wir weniger das Problem haben werden, dass ein Kind sich dabei unwohl fühlt. Für den Fall, dass dies, besonders bei den „Neulingen“ ein Problem werden wird, achte ich schon bei der Planung darauf, dass dieses Kind auch verzichten könnte.

Erste Auswertung

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Aus eigenen Beobachtungen und ausdrücklichen Rückmeldungen der Kinder kann ich zuerst einmal sagen, dass dieses Projekt allen Kindern großen Spaß gemacht hat. Aufgrund der Struktur und Aufgabe unserer Schulstation (Rückführung ins öffentliche Schulsystem, Aufnahme neuer Schüler) gab es im Laufe des Projekts Änderungen in der Gruppenzusammensetzung. Die durchgeführte Methode ermöglichte es aber neuen Schülern, sich schnell in die Materie einzufinden, so dass schon beim zweiten Teilnahmetag kaum noch ein Unterschied zu den „etablierten“ Kindern festzustellen war. Dazu trug auch die Tatsache bei, dass diese Etablierten den neuen Kindern gern Hilfestellungen leisteten. Ein ins öffentliche Schulsystem zurückgeführter Junge nahm gern bei Unterrichtsausfall in seiner Schule wieder am Projekt teil.

Durchweg bei allen Kindern konnte ich während der Zeit des Projektes enorme Verbesserungen in der Beobachtungsfähigkeit und -bereitschaft feststellen. Erste Kenntnisse über Körpersprache von Mensch und Tier und über  Wahrnehmung konnten sich ebenso etablieren wie Fertigkeiten der Wortfindung, Gesprächsführung, Zusammenarbeit, des gerichteten Beobachtens und „Protokollierens“ bzw. Fotografierens. Das Wichtigste in Bezug auf eine Reintegration ins öffentliche Schulsystem war mir, in den Kindern wieder Freude am Lernen zu wecken und von der in unserer Gesellschaft leider verbreiteten Fehlerkultur wegzukommen. Dieses Starren auf „richtig“ oder „falsch“ haben nämlich meiner Erfahrung nach die Kinder selbst schon so internalisiert, dass sie lieber nichts tun als einen Fehler zu riskieren. So war das Thema Körpersprache und Wahrnehmung, in dem es diese Richtig/falsch-Kategorien nicht so festgelegt gibt, wie geschaffen, um diese Lernräume zu öffnen.

Bei Kindern, die ich noch im Rahmen meiner anderen Projekte im Bereich Tiergestützte Pädagogik erlebe, lässt sich erkennen, dass sie Fortschritte auch hierhin mitnehmen. In Bezug auf den Alltag in der Einrichtung und zu Hause lässt sich naturgegeben nicht so schnell und eindeutig festmachen, inwieweit eine eventuelle Änderung des Verhaltens auf dieses Projekt zurückzuführen ist. Dies ist aber ein bekanntes Dilemma, dem man nur stückweise mit wissenschaftlichen Methoden zu Leibe rücken kann, weil der Mensch ja zum Glück kein statisches Gebilde ist und man nicht sagen kann, welches „Bauteil“ nun zur Stabilität beitrug und außerdem in pädagogischen, noch mehr in tiergestützten Aktivitäten viele Wirkfaktoren mitspielen.

Sicher lässt sich aber sagen, dass jedes Kind Gutes in seinen Lebensrucksack packen konnte, um seinen weiteren Weg zu gehen. Vielleicht war ja auch das zarte Küsschen eines Alpakas, irgendwo unterwegs, das Wichtigste und Nachhaltigste, das dieses Kind ermutigt hat, wieder an sich und seine Fähigkeiten zu glauben?

 

Quellenverzeichnis:

*1        Institut für Heilpädagogik und Erziehungshilfe e. V.

http://www.institut.de./Homepage/Schulbezogene_Krisenintervention.html

*2        besonders über den Hippocampus, die „Schlüsselstelle für das Lernen“ und die Amygdala und die Bedeutung von Angst/Stress beim Lernen:

www.lernwelt.at/Downloads/wasjederueberdasgehirnwissensollte.pdf

www.lernwelt.at/Downloads/solerntdasgehirn.pdf

*3        F.S. von Thun, „Miteinander reden1“, S. 116ff, rororo 2003

*4        www.paulwatzlawick.de/axiome.html

*5        Andrey Nonozhilov, „Leben ohne Asthma, Die Buteyko-Methode, Mobiwell-Verlag 2009

www.wikipedia.org/wiki/Buteyko-Methode

 

 

 

 

 

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Wow, schon wieder gewachsen!

Viele warten ja schon auf neue Bilder aus unserem Kindergarten. Hier kommen sie! Und vor allem vergleichen wir mal:

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Das also war im Alter von 3 Tagen, zwei solcher Würmchen hätten locker in meine Hand gepasst. Und nun, tada:

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Nun muss man schon beide Hände nehmen, um den Racker zu bändigen. Alleine der Kopf ist drei Wochen später so groß wie das Neugeborene!

(Wer übrigens denkt: wie halten denn diese Tierquäler dieses arme Kaninchen, dem sei versichert, dass das nicht die übliche Haltung ist, die sieht man unten. Aber man muss täglich nachschauen, ob die Würmchen keinen Durchfall haben und außerdem möchte ich, dass Angoras sich daran gewöhnen, auch am Bauch gestreichelt zu werden. Denn später müssen sie geschoren werden, und je vertrauter ihnen komische Stellungen sind, um so weniger Stress haben sie dann. Dieses Baby hatte gar keinen Stress!)

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„Wow, sind die schon wieder gewachsen“, das hört man in diesen Wochen ständig. Aber eins muss ja mal gesagt werden, das gilt nicht nur für die Kaninchenkinder: „Sei ganz vorsichtig“, höre ich es flüstern. „Und leise, damit sie nicht erschrecken.“ – „Ich laufe ganz langsam, damit ich nicht auf eins drauftrete.“ – „Eigentlich hätte ich auch gern so ein Kaninchenbaby, aber die brauchen ganz viel Platz und Pflege. Da hat man Verantwortung, denn die sind auf mich angewiesen.“

Das nenne ich Wachstum!

 

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Drunter und drüber…

Nicht nur bei den Menschenkindern geht es immer wieder drunter und drüber. So sieht es heute bei der Jugend im Kaninchenheim aus:

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Aber da ist doch ein Kopf! Und Äuglein seit gestern schon ein bisschen auf…

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Außerdem: dem oder der Kleinsten geht es gut, was will man mehr? Blüht auf und gedeiht, darum das erste Baby mit Namen: Bloomy!

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So, das Wochenende kann kommen! Macht es euch kuschelig 🙂

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Wie lösen Tiere Konflikte?

Dieses Interview ist zwar schon ein wenig älter, aber immer wieder aktuell, darum will die Redaktion von „Tierisch-bewegend“ euch die wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht vorenthalten. 🙂

Es ist in Zusammenarbeit mit einem Jugendlichen entstanden, den Anlass kann man sich ausmalen 😉

Das Interview:

Zu einer brisanten Entwicklung unserer Zeit unter Kindern und Jugendlichen befragte die Redaktion einen jungen, aufstrebenden Verhaltensforscher, Herrn Professor Ichnich, der einen Auftrag für vergleichende Studien zwischen dem Verhalten von Menschen und Tieren im Bereich Kommunikation durchgeführt hat.

Red.: Herr Professor Ichnich, können Sie unseren Lesern einmal schildern, was der Anlass für Ihre Studien war?

Prof. Ichnich: Immer mehr Eltern, Erzieher und Lehrer wandten sich an Experten mit folgendem Problem: Die Schüler seien nicht mehr in der Lage, ihre Konflikte mit Worten auszutragen. Stattdessen schlagen und treten sie sich oft, sogar, wenn sie gar keinen Streit haben, sondern einfach nur so „zum Spaß“, wie sie sagen.

Red.: Sie erforschten dann schwerpunktmäßig das Kommunikationsverhalten von diesen jungen Menschen im Vergleich zu dem von Pferden und Eseln. Wie unterhalten sich denn die Tiere überhaupt, man hört sie doch gar nicht?

Prof. Ichnich: Hauptsächlich unterhalten sie sich über Körpersprache, aber auch durch Gerüche und Laute.

Red.: Wenn sie sich über Körpersprache unterhalten, wie können wir uns dann einen Konflikt vorstellen? Heißt das nicht, dass sie sich dann ständig beißen und treten?

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Prof. Ichnich: Schauen sie sich diesen Konflikt unter Pferden an. Sie unterhalten sich in deutlicher Körpersprache und ich kann Ihnen garantieren, dass sie sich nicht einmal auch nur berührt haben. Jeder sagte klar seine Meinung, aber sie hatten keinerlei Interesse, den anderen zu verletzen.

Red.: Und welche Verhaltensweisen haben Sie bei Kindern und Jugendlichen beobachtet?

Prof. Ichnich: Sie verzichten oft ganz darauf, einen Konflikt und Verletzungen zu vermeiden, manchmal sah ich körperliches Verletzen ohne überhaupt eine Ursache zu erkennen, also regelrechtes Suchen nach Auseinandersetzungen.

Red.: Wollen Sie damit sagen, die Tiere hätten uns intelligenten Menschen etwas voraus weil sie insgesamt friedlicher miteinander umgehen und mehr auf die Gemeinschaft achten?

Prof. Ichnich: Nun, Tiere verletzen sich möglichst nicht gegenseitig, denn sie brauchen eine gesunde Herdengemeinschaft damit sie selbst in dieser Gemeinschaft geschützt sind.

Red.: Was könnten Ihrer Meinung nach die Menschen von der Kommunikation der Pferde und Esel lernen?

Prof. Ichnich: Das ergibt sich aus oben Gesagtem: sich nicht gegenseitig verletzen, die Rechte des anderen achten, mehr an die Gemeinschaft denken und so weiter…

Red.: Noch eine private Frage, Herr Professor: warum tragen Sie eigentlich diese spiegelnde Sonnenbrille und was wissen Sie von dem Jungen, der vor einiger Zeit durch übles Treten aufgefallen ist und der Ihnen so ähnlich sieht?

Prof. Ichnich: …ähem, wir müssen jetzt leider das Interview abbrechen, ich muss jetzt zu einem dringenden Termin…

 

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Eine Schatzkiste

Manchmal räume sogar ich auf.  Und ja, ich gebe es zu, das Wegwerfen fällt mir sehr schwer. Besonders, wenn es sich um solche Kunstwerke dreht. Aber die hier kann ich mit euch allen teilen: schöne, schöne Bilder von euch!

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Schön, nicht? Und noch eins:

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Ich hoffe, ihr findet das auch so schön wie ich. Und vielleicht fühlt sich jemand auch noch animiert, auch mal wieder zu Pinsel oder Stiften zu greifen? Sehr gerne lege ich es dann auch hier in die Schatzkiste!

Bald zeige ich euch mehr Schätze!

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Und der Lohn?

Nun muss ich mich doch mal über meine Arbeitgeber beschweren (ich meine die, die meinen Zweitjob als Haushälterin betreffen), obwohl man das ja eigentlich nicht tut.

Erstens bekommen diese Herrschaften den Hals nie voll! Los, wir haben Hunger, flott, flott, fordern sie, und kehr‘ das hier noch schnell auf. Dann Betten aufschütteln und Klos reinigen, einiges liegt noch da rum, nun mal zackig!

Dabei tue ich doch wirklich alles: Zimmerservice, Einkauf, Speisenzubereitung, Putzdienst, Körperpflege, Massage- und Gesundheitsservice, was wollen die Herrschaften eigentlich noch mehr?

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Und dieser Kontrollzwang! Da hatte erst gestern einer meiner Chefs wieder einmal geprüft, ob ich den Schubkarren ordentlich beladen hatte. Und das hatte ich offensichtlich nicht. Denn Herr Aurin nahm lässig den Schubkarrengriff zwischen die Zähne und kippte mir alles wieder vor die Füße.

Ich wurde so wütend, dass ich es sogar wagte, mit meinem Chef zu schimpfen. „Was soll das eigentlich, ich schufte hier täglich stundenlang, egal ob es regnet oder schneit, oder ich Urlaub habe oder krank bin, und du??? Könntet ihr nicht wenigstens Speisen bevorzugen, die man in handlichen kleinen Dosen im Supermarkt kaufen kann? Und ein WC oder wenigstens eine Katzentoilette benutzen???“

Während ich ärgerlich den Schubkarren wieder voll schaufelte und Aurin mich dabei mit fachmännischen Blicken beobachtete, fiel mir noch das wichtigste Argument ein: „Und außerdem, was bekomme ich für die ganze Schufterei, he?“

Doch mein langohriger Chef ließ nur seine dunkelbrauenen, langwimprigen Blicke auf mir ruhen und legte, als ich immer noch böse schnaubte, seinen Kopf auf meine Schulter. „Du darfst mich jetzt kraulen“, sagte er. „Rechts hinter dem Ohr bitte… ja, noch ein bisschen weiter hinten… und für diesen Lohn musst du noch nicht einmal Steuern zahlen!“

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Bau-ställe…

Irgendwie sah der Kaninchenstall in den letzten Tagen eher wie eine Baustelle aus:

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Schreibt man in diesem Fall eigentlich Baustelle mit „e“ oder mit „ä“?

Dann gab es noch eine seltsame Dekoration…

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Hm, eine Wollesammelstelle? Spinnen die Kaninchen jetzt auch?

Des Rätsels Lösung ein paar Tage später:

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Ta-daa!!! Hier sind die Kleinen zehn Tage alt und man sieht auf dem Bild gerade das dickste und das kleinste Baby nebeneinander liegen. Also Daumen drücken für das Kleinste, damit es auch genug Milch abbekommt und ansonsten „psssst! nicht stören!“

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